Das Baby ist so groß wie Kürbis
👶 Entwicklung des Babys
Gehirn und Lungen reifen weiter. Das Baby ist eng — wächst und nimmt einfach zu.
💛 Wie sich Mama fühlt
Unterleibsschmerzen möglich — der Geburtskanal bereitet sich vor. Achten Sie auf Wehen!
📖 Tipp der Woche
Das Baby nimmt weiter zu — etwa 30 g pro Tag. Die Übertragung von Antikörpern der Mutter geht weiter und baut Immunität für die ersten Lebensmonate auf. Ruhen Sie sich aus und sammeln Sie Kraft — es ist fast soweit!
🔬 Detaillierte Baby-Entwicklung
- Das Baby verliert fast vollständig die Lanugo- und Vernix-Schicht
- Mekonium (Kindspech) sammelt sich im Darm an — wird nach der Geburt ausgeschieden
- Das Baby hat feste Greif- und Saugreflexe für das Stillen
- Gehirnentwicklung schreitet voran — Vernetzung und Reifung der Großhirnrinde
- Antikörper der Mutter werden aktiv übertragen — Schutz für die ersten Lebensmonate
- Größe: ca. 49 cm, Gewicht ca. 3100–3200 g
🤱 Was Mama fühlen kann
- Regelmäßige Vorwehen (stärker und häufiger als Braxton-Hicks)
- Das Baby hat weniger Platz — Bewegungen fühlen sich anders an (Rollen statt Tritte)
- Schleimpfropf kann abgehen (blutig-schleimiger Ausfluss)
- Extreme Müdigkeit oder paradoxer Energieschub
- Durchfall oder weicher Stuhl als mögliches Geburtsanzeichen
🏥 Untersuchungen und Termine
Wöchentliche Vorsorge mit CTG und Kontrolle des Muttermunds. Fruchtwassermenge und kindliches Wohlbefinden werden beurteilt. Bei Komplikationen: Besprechung einer möglichen Geburtseinleitung.
💡 Tipps für diese Woche
- Achten Sie weiterhin auf Kindsbewegungen — Veränderungen sofort melden
- Halten Sie die Kliniktasche an der Tür bereit
- Informieren Sie sich über den Ablauf der Geburt: Eröffnungsphase, Austreibungsphase, Nachgeburtsphase
- Besprechen Sie Stillen und erstes Bonding (Hautkontakt) mit Ihrer Hebamme
❓ Häufige Fragen
Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Vorwehen und Geburtswehen?
Geburtswehen werden regelmäßiger (alle 5–10 Minuten), stärker und hören bei Bewegung nicht auf. Vorwehen sind unregelmäßig und lassen bei Lagewechsel nach. Zeitlich messen: Wenn Wehen regelmäßig alle 5 Minuten kommen und jeweils 60 Sekunden dauern, fahren Sie in die Klinik.
Was ist Bonding?
Bonding bezeichnet den Hautkontakt zwischen Mutter und Baby direkt nach der Geburt. Das Baby wird nackt auf die Brust der Mutter gelegt. Dies fördert die Bindung, reguliert die Temperatur des Babys, stabilisiert den Herzschlag und erleichtert den Stillstart.
Was passiert bei einem Blasensprung?
Bei einem Blasensprung reißt die Fruchtblase und Fruchtwasser tritt aus — als Schwall oder tröpfchenweise. Notieren Sie Zeitpunkt, Menge und Farbe. Fahren Sie zeitnah in die Klinik, da das Infektionsrisiko steigt. Wenn das Fruchtwasser grünlich ist, fahren Sie sofort.
📝 38. Schwangerschaftswoche: Vorbereitung auf die Geburt
In der achtunddreißigsten Schwangerschaftswoche nimmt Ihr Baby weiterhin an Gewicht zu — etwa 30 g pro Tag. Gehirn und Lungen reifen bis zum letzten Moment vor der Geburt weiter heran — deshalb ist jede verbleibende Woche wichtig. Über die Plazenta werden aktiv mütterliche Antikörper übertragen, die Ihr Baby in den ersten Lebensmonaten vor Infektionen schützen. Ihr Kind wiegt nun etwa 3.100 g und misst 49,8 cm. Es ist eng in der Gebärmutter, und die Bewegungen fühlen sich eher wie Drücken und Schieben an als wie die früheren Purzelbäume.
\nIm Unterbauch können Sie einen dumpfen, drückenden Schmerz oder ein Druckgefühl spüren — das Köpfchen Ihres Babys sinkt tiefer ins Becken ein. Der Geburtskanal bereitet sich aktiv vor: Der Muttermund (Zervix) verkürzt sich und beginnt sich zu öffnen. Bei der Vorsorgeuntersuchung kann Ihr Arzt die „Reife\" des Muttermundes beurteilen — nach dem sogenannten Bishop-Score, der einen Hinweis auf die Geburtsbereitschaft gibt. Auch Ihr Beckenboden wird stärker beansprucht — Kegel-Übungen (Beckenbodentraining) helfen, die Muskulatur zu stärken.
\nAchten Sie genau auf Ihre Wehen und protokollieren Sie sie — mit einer App oder einer Stoppuhr. Echte Geburtswehen beginnen zunächst unregelmäßig und werden nach und nach regelmäßiger: erst alle 15–20 Minuten, dann alle 5–7, dann alle 3–5 Minuten. Sie dauern 30–60 Sekunden und werden mit der Zeit intensiver. Fahren Sie in die Klinik, wenn die Wehen alle 5 Minuten kommen, über 60 Sekunden andauern und dies seit einer Stunde anhält — die sogenannte 5-1-1-Regel.
\nRuhen Sie sich so viel wie möglich aus — bewahren Sie Ihre Kraft für die Geburt. Vermeiden Sie Stress, negative Nachrichten und verbringen Sie Zeit mit Ihren Liebsten. Eine warme Dusche oder ein Bad entspannt die Muskulatur und kann Beschwerden lindern. Leichte Spaziergänge regen die Verdauung an und können dazu beitragen, dass Ihr Baby die optimale Geburtsposition einnimmt. Sie sind auf der Zielgeraden — und Sie werden es wunderbar meistern!
⚠️ Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
- Vaginale Blutung
- Plötzliche Abnahme der Kindsbewegungen (weniger als 10 in 2 Stunden)
- Starke Kopfschmerzen, Flimmern vor den Augen
- Schwellung von Gesicht, Händen oder plötzliche Beinschwellung
- Fruchtwasserabgang oder -austritt
- Regelmäßige Wehen vor der 37. Woche (alle 10 Minuten)
- Fieber über 38°C
Quellen
- WHO recommendations on antenatal care (2016)
- ACOG Practice Bulletins
- Williams Obstetrics, 26th Edition
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